Mittelspecht

Dendrocopos medius

Ordnung deutsch: Spechtvögel

Familie deutsch: Spechte

Unterfamilie deutsch: Echte Spechte

Gattung deutsch: Buntspechte

Art deutsch: Mittelspecht

Ordnung lateinisch: Piciformes

Familie lateinisch: Picidae

Unterfamilie lateinisch: Picinae

Gattung lateinisch: Dendrocopos

Art lateinisch: medius

Verbreitung: Von Nordfrankreich - Norddeutschland - Baltikum - gesamter "Ostblock" bis europäisches Russland im Osten und Nordgriechenland im Süden. Ganz selten in Italien und Spanien. Sporadisch rund um das Schwarze Meer.

Mittelspecht sitzt auf einem Ast
Mittelspecht auf Totholz

Zugverhalten: Äußerst standorttreu; unternimmt nur sporadisch weitere Wanderungen.

Freund der Eichen

Der Mittelspecht hat sein Hauptverbreitungsgebiet im südlichen und mittleren Europa sowie in Kleinasien. Der Mittelspecht ist in Laubmischwäldern und reinen Laubwäldern anzutreffen. Überwiegend ist er in Eichenbeständen zu Hause. Beide Geschlechter tragen eine rote Kopfhaube und sind daher schwer zu unterscheiden. Insgesamt ist der seltene Mittelspecht etwas kleiner als der bekanntere Buntspecht.

Biotopvernetzung lebenswichtig für den Mittelspecht

Seine bevorzugten Höhenlagen reichen bis 600 Meter über dem Meeresspiegel; sporadisch ist der Mittelspecht auch in noch höheren Lagen anzutreffen. Der Mittelspecht ist darauf angewiesen, dass sein Brutgebiet großflächig mit weiteren Eichenbeständen vernetzt ist. Auch kleinere Bestände an Eichen sind wichtig. Sobald der Mittelspecht isoliert in einem Eichenwald vorkommt, der keine Vernetzung aufweisst (z.B. ein Stadtwald), ist die Population dort stark bedroht.

Mittelspecht bei der Nahrungssuche
Mittelspecht - Futtersuche an einer Birke

Die von den Naturschutzverbänden geforderte allgemeine Biotopvernetzung hat für den Mittelspecht in bezug auf Eichen eine überlebenswichtige Funktion. Der Verlust von Auenwäldern an unseren Gewässern hat zusätzlich den Rückgang des Mittelspechtes nochmals verstärkt.