Schwarzspecht

Dryocopus martius

Ordnung deutsch: Spechtvögel

Familie deutsch: Spechte

Unterfamilie deutsch: Echte Spechte

Gattung deutsch:

Art deutsch: Schwarzspecht

Ordnung lateinisch: Piciformes

Familie lateinisch: Picidae

Unterfamilie lateinisch: Picinae

Gattung lateinisch: Dryocopus

Art lateinisch: martius

Verbreitung: Entlang eines breiten Streifens (Taigagürtel) zwischen Frankreich und dem nördlichen Skandinavien, durch Russland bis Kamtschatka und nordöstliches China

Zugverhalten: Standvogel ortstreu - Wanderbewegung nur bei Nahrungsmangel; Jungvögel ziehen im Schnitt maximal 25 Kilometer zwecks Lebensraumsuche

Schwarzspecht am Stamm
Schwarzspechtmännchen am Stamm

Allgemeines zum Schwarzspecht

Der Schwarzspecht wurde in der Antike bis zum Mittelalter mit der Gottheit des Mars in Verbindung gebracht. Man führt dies auf sein dominates, wehrhaftes Verhalten in seinem Lebensraum zurück. Auffallend ist, dass bei vielen Völkern der Erde der Schwarzspecht in der Vergangenheit eine bestimmte Rolle, positiv oder negativ besetzt, zugeordnet wurde. Mich persönlich beeindruckt der Ruf des Schwarzspechtes ungemein.

Beschreibung

Der Schwarzspecht trägt, na klar, ein schwarzes Gefieder. Das Männchen hat eine von der Stirn bis zum Nacken reichende Rotfärbung. Bein Weibchen ist der rote Kopffleck meist nicht so stark ausgeprägt. Im Vergleich zum Buntspecht ist die Zunge des Schwarzspechtes kürzer und breiter und mit weniger "Widerhaken" versehen. Der Schwarzspecht besitzt einen stark verlängerten Stützschwanz.

Schwarzspecht am Nestbaum
Schwarzspecht - Dryocopus martius

Ruf des Schwarzspechts

Ausgewachsene Schwarzspechte können bis zu 340g wiegen. Wenn der Schwarzspecht am Stamm sitzt lässt er oft ein lautes "kijäh" aus seinem weit geöffneten Schnabel hören. Der Flugruf des Schwarzspechtes besteht aus einer lauten, bis zu 20 Silben zählenden, "kwih"- Ruffolge. Das Trommeln am Stamm gehört beim Schwarzspecht, wie auch bei denn anderen Baumspechten, zur Revieranzeige und zur Stimulierung während der Brutzeit. Der Ruf des Schwarzspechtes hört sich sehr kräftig an.

Der Sitzruf, ein langezogenes "Zieeeeeeh", geht im ruhigen Wald durch Mark und Bein. Dieser Ruf ist so scharf und eindringlich, wie es bei keinem anderen einheimischen Vogel zu hören ist.

Hügelbauende Waldameisen
Hügelbauende Waldameisen - Nahrung des Schwarzspecht

Der Schwarzspecht zimmert sowohl Brut- als auch Schlafhöhlen. Ausfliegende Jungspechte verteilen sich großflächig um das Brutrevier der Elterntiere. Die Altvögel der Schwarzspechte halten sich ganzjährig in der Nähe ihres Brutreviers auf.

Brutverhalten

Schwarzspechte vollziehen eine monogame Saisonehe. Durch ihre Reviertreue kann es durchaus vorkommen, dass sich die gleichen Tiere wieder zur Brut zusammenfinden, dies ist aber nicht die Regel. Zur Brut werden oft die benutzten Althöhlen des Vorjahres verwendet. Diese werden von den Spechten dazu vom Unrat befreit. Bruthöhlen können bis zu drei Eingangslöcher besitzen. Schwarzspecht hacken oft Baumstämme nur an. Aus diesen Stammschäden entwickeln sich im Laufe der Jahre durch Fäulnis und weitere Bearbeitung durch die Spechte brauchbare Brut- oder Schlafhöhlen.